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Wohnungseigentumsgesetz

Teilung nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG)
Die Begründung von Wohnungseigentum erfolgt nach den Vorschriften des Gesetzes über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht (Wohnungseigentumsgesetz) durch eine Eintragung im Grundbuch. Für diese Eintragung im benötigen Sie von der Bauaufsichtsbehörde folgende Unterlagen:

  • Eine mit Unterschrift und Siegel oder Stempel versehene Bauzeichnung, aus der die Aufteilung des Gebäudes sowie die Lage und Größe der im Sondereigentum und der im gemeinschaftlichen Eigentum stehenden Gebäudeteile ersichtlich ist (Aufteilungsplan).
  • Eine Bescheinigung der Behörde, dass die Wohnungen oder sonstigen Räume in sich abgeschlossen sind.

Unterlagen

Mit dem Antrag auf Erteilung der Abgeschlossenheitsbescheinigung sind zur Beglaubigung des Aufteilungsplanes folgende Unterlagen in mindestens zweifacher Ausfertigung erforderlich:
Bauzeichnungen max. Größe DIN A 3 im Maßstab mindestens 1 : 100 bestehend aus

  • Grundrisszeichnungen sämtlicher Gebäude auf dem Grundstück, auch die der nicht ausgebauten Dachräume und Spitzböden
  • Schnitte des Gebäudes
  • Gesamtansichten des Gebäudes (oder Fotos von allen Ansichten)
  • Liegenschaftskarte mit eingezeichneten Gebäuden.

Beschaffenheit der Aufteilungspläne

Die Aufteilungspläne müssen alle Teile der/s Gebäude/s darstellen und regelmäßig neben den Grundrissen auch Schnitte und Ansichten enthalten, die sich auf das gesamte Gebäude beziehen. Es muss kenntlich gemacht werden wie Gemeinschafts- u. Sondereigentum zueinander liegen und voneinander abgegrenzt sind. Daher ist auch die Darstellung der Türen in den Grundrissen unerlässlich.
Bei Neubauten müssen die Aufteilungspläne mit den genehmigten Bauplänen übereinstimmen.
Bei bestehenden Gebäuden müssen die Aufteilungspläne den derzeitigen Baubestand darstellen.
Die Pläne dürfen nicht zusammengeklebt oder -geheftet sein oder aufgeklebte Klappen, Tippex- Eintragungen oder Radierungen haben.

Bei Änderungsanträgen behalten bereits ausgestellte Bescheinigungen hinsichtlich der ungeänderten Bereiche ihre Gültigkeit. Stellen Sie deshalb in den Änderungsplänen nur die Änderungen dar und streichen Sie nicht Betroffenes durch.

Jede in sich abgeschlossene Eigentumseinheit (Sondereigentum) wird mit einer arabischen Ziffer in einem Kreis gekennzeichnet. Jeder Raum, einschließlich der Balkone, muss mit einer Kennziffer z.B. oder entsprechend der Zuordnung zur jeweiligen Sondereigentumseinheit gekennzeichnet sein.

Auch die Nutzung der Räume ist anzugeben. Räume die dem Gemeinschaftseigentum zugeordnet werden sollen, sind im Kreis mit einem „G“ zu kennzeichnen. Im Gemeinschaftseigentum müssen in der Regel z.B. Treppenräume, Heizung, „nicht nutzbare Dachräume“, Fahrrad- und Kinderwagenräume oder Waschküchen verbleiben. Baulich nicht abgeschlossene Bereiche wie Gartenanteil, erdgeschossige Terrassen und offene Stellplätze können kein Sondereigentum bilden. Hier sind entsprechende Regelungen im Notarvertrag vorzunehmen.

Abgeschlossenheit der Wohnungen

Innerhalb einer jeden Wohnung muss sich eine Küche oder eine Kochgelegenheit und ein eigenes WC befinden. Bad oder Dusche müssen nicht zwingend vorhanden sein. Zusätzliche Räume können außerhalb der Wohnung liegen. Jeder Teileigentumseinheit, die eine Arbeits- oder Betriebsstätte ist (Laden, Büro etc.), müssen eigene WC`s zugeordnet sein. Diese können im Gegensatz zum Wohnungseigentum auch außerhalb der Einheit liegen. Abgeschlossene Wohnungen müssen baulich vollkommen von fremden Wohnungen und anderen Räumen durch feste Wände und Decken abgeschlossen sein. Wohnungs- und Teileigentum müssen einen eigenen abschließbaren Zugang unmittelbar vom Freien, von einem gemeinschaftlichen Treppenraum oder einem Vorraum haben. Es darf keine Verbindung zwischen den Eigentumseinheiten bestehen. Gemeinschaftseigentum muss für alle Eigentümerinnen und Eigentümer erreichbar sein.
Gemäß § 22 Baugesetzbuch (BauGB) können seit dem 01.01.1998 Städte und Gemeinden, die oder deren Teile überwiegend durch den Fremdenverkehr geprägt sind, in einem Bebauungsplan oder durch eine sonstige Satzung bestimmen, dass die Begründung oder Teilung von Wohnungseigentum oder Teileigentum der Genehmigung unterliegt. Diese Genehmigung ist ebenfalls bei der Bauaufsichtsbehörde zu beantragen.
Die o. a. Genehmigung oder ein Zeugnis, dass die Genehmigung erteilt ist oder nicht erforderlich ist, wird zur Eintragung des Wohnungs- oder Teileigentumes vom Grundbuchamt verlangt.
Die Genehmigung oder das o. a. Zeugnis wird von der Bauaufsichtsbehörde im Einvernehmen mit der jeweiligen Stadt bzw. Gemeinde erteilt. Besondere Bauvorlagen sind nicht erforderlich, wenn gleichzeitig die Erteilung einer Abgeschlossenheitsbescheinigung beantragt wird. Anderenfalls sind neben dem Antragsvordruck folgende Unterlagen in zweifacher Ausfertigung vorzulegen:

  • Liegenschaftskarte
  • Grundrisszeichnungen von allen Gebäuden und Geschossen auf dem Grundstück


Der Antrag auf Erteilung einer Abgeschlossenheitsbescheinigung bzw. Genehmigung/Zeugnis nach § 22 BauGB ist vom Eigentümer / von der Eigentümerin, der/dem Erbbauberechtigten unter Verwendung des entsprechenden Antragsformulars zu stellen.

Ergänzende Hinweise

Bei der Erteilung der Abgeschlossenheitsbescheinigung hat die Bauaufsichtsbehörde die bebauungsrechtliche Zulässigkeit der errichteten oder zu errichtenden Räume und ihre Nutzung nicht zu prüfen d .h., dass mit der erteilten Abgeschlossenheitsbescheinigung die Legalität der in der Bescheinigung aufgeführten Gebäude und der darin befindlichen Wohnungen nicht geklärt wurde. Gleichwohl behält sich der Fachbereich Bauen und Umwelt im Einzelfall vor, die Übereinstimmung der Aufteilungspläne mit dem tatsächlichen und bauaufsichtlich genehmigten Baubestand zu überprüfen.
Für die Bearbeitung der Abgeschlossenheitsbescheinigung werden Bauaufsichtsgebühren nach dem Gebührenverzeichnis zur Bauaufsichtsgebührensatzung des Werra-Meißner-Kreises in der Fassung der 3. Änderungssatzung vom 05. September 2011 erhoben

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung kann auch digital beantragt werden.

 

 


Wohnungseigentumgesetz

Ansprechpartner/in Kontaktdaten Anschrift
Frau
Petra Bason-John
7.1 Bauverwaltung und Wohnungsbauförderung
Telefon: 05651 3 02 - 27 12
Telefax: 05651 3 02 - 27 99
E-Mail: Petra.Bason-John@Werra-Meissner-Kreis.de
Honer Straße 49, 37269 Eschwege-Oberhone
Raum 226