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Geschichtliche Entwicklung

Bereits unter Landgraf Philipp dem Großmütigen (1504 bis 1567) und seinem Enkel, Landgraf Moritz dem Gelehrten (1572 - 1627), die beide umfangreiche Umbauten an unserem Verwaltungsgebäude, dem historischen Landgrafenschloss in Eschwege vornahmen, wurde in unserer Region die Rechnungsprüfung aus der Taufe gehoben.

Im Interesse des Staates wurde bereits von ihnen, zur Kontrolle der Verwaltung sowie ihrer Beamten und um die Geldbewegungen in den Ämtern besser überprüfen zu können, eine Rechnungskontrolle eingeführt. Dabei hafteten die Beamten noch mit ihrem Privatvermögen für fehlendes Geld und Naturalien.

In der Verfassung für den Preußischen Staat vom 5.12.1848 wird festgelegt, dass die Rechnungen über den Staatshaushalt von der Ober-Rechnungskammer geprüft werden und die Rechnung über den Staatshaushalt jeden Jahres zur Entlastung der Staatsregierung den Kammern vorgelegt werden müssen.

Urkundlich nachgewiesen sind als eine der ersten kommunalen Prüfungseinrichtungen in Hessen das Rechnungsdepartement der Rentkammer Darmstadt (1779) sowie das Rechnungs-Revisions-Bureau der Stadt Frankfurt (1896). Aber erst die Preußische Finanzverordnung von 1932 schreibt die Errichtung von Rechnungsprüfungsämtern bei Gemeinden mit mehr als 25.000 Einwohnern verbindlich vor.

1937 wurden alle Prüfungseinrichtungen gleichgeschaltet und auf Länderebene vollständig aufgelöst. Mit Erlass der Deutschen Gemeindeordnung (21.12.1945) werden die kommunalen Rechnungsprüfungsämter im Rahmen ihrer örtlichen Prüfung wieder unabhängig, mit Verkündung der Hessischen Verfassung (01.12.1946) wird der Bestand des Hessischen Rechnungshofes in Art. 144 HV festgeschrieben und nimmt seine Arbeit als Finanzkontrolle des Landes und seit 1993 als unabhängige externe Finanzkontrolle der kommunalen Körperschaften auf.

Seit 1952 haben gem. § 52 (2) Hessische Landkreisordnung und § 129 Hessische Gemeindeordnung alle Landkreise und Gemeinden über 25.000 Einwohnern (seit 1981 über 50.000 Einwohner) Rechnungsprüfungsämter einzurichten. Gemeinden mit weniger als 50.000 Einwohnern bleibt es freigestellt, sie können die vorgeschriebenen Prüfungstätigkeiten nach §§ 128 ff HGO von den Prüfungsämtern der Landkreise durchführen lassen.

Seitdem hat sich die Rechnungsprüfung konsequent von einer rein rechnerischen Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben zu einem modernen Dienstleistungsbereich weiterentwickelt. Heute analysieren und prüfen qualifizierte Fachleute mit modernsten Arbeitstechniken und Arbeitsmitteln komplexe Abläufe und deren Rechtmäßigkeit und überprüfen Sachverhalte auf ihre Wirtschaftlichkeit.