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Immer mehr Elektrogeräte werden mit Lithium-Akkumulatoren ausgestattet - Wie hoch ist die Brandgefahr?

Lithium Akkus spielen aufgrund ihrer hohen Energiedichte und des Entfallen des Memoryeffekts (abnehmende Energiebereitsstellung bei unvollständigem Ladevorgang) eine immer größere Rolle im Alltag. Sie kommen vermehrt in der Unterhaltungselektronik, im Modellbau, bei Fahrrädern oder Werkzeugen und Haushaltsgeräten zum Einsatz.

Brandgefahren entstehen durch zu hohe aber auch zu tiefe Temperaturen, mechanische Schädigungen oder das Eindringen von Feuchtigkeit.

Beim Einsatz dieser Akkus im Modellflug werden um Gewicht zu sparen leichte Folienhüllen anstelle der festen Akkuhülle verwendet. Kommt es durch mechanische Beschädigung zu einem Kurzschluss, steigen die Temperaturen schnell innerhalb es Akkus auf mehrere 100 Grad.

Beim Einsatz in Werkzeugen oder Fahrrädern sind die Lithium-Akkus robuster gegen mechanische Belastungen.

Dennoch gilt es keinesfalls Gewalteinwirkung mit spitzen Gegenständen auszuüben, da es sonst durch interne Kurzschlüsse zu Bränden kommen kann. Aufgrund der festen Ummantelung des Akkutyps kann es infolge von Brandgasen sogar zu Explosionen kommen. Der Akku bläht sich zunächst auf, die Hülle zerknallt, und die Gase entzünden sich schlagartig.

Tipps zur Vermeidung von Akkubränden:

•    Akkus nicht unbeaufsichtigt und nicht auf brennbaren Materialien laden.
•    Verformte Akkus nicht mehr in Betrieb nehmen.
•    Große Hitze und Kälte von den Geräten fernhalten, am besten Zimmertemperatur.
•    Nicht nass werden lassen.

Lithium ist das leichteste Metall und reagiert heftig mit Wasser. Deshalb kommt als Elektrolyt ein wasserfreies, aber brennbares Lösungsmittel zum Einsatz. Das Lösungsmittel ist der Grund, warum es gelegentlich Meldungen von explodierenden oder brennenden Notebook-Akkus gibt. Hierbei hat sich das Elektrolyt entzündet. Es gilt also: Akkus gehören nicht in die Nähe von Wasser und sollten sie mal nass geworden sein, dann ist das anschließende Laden des Akkus ganz genau zu beobachten.
 
Muss ein Lithium-Akku längere Zeit gelagert werden, muss regelmäßig der Ladezustand kontrolliert werden. Der optimale Ladezustand liegt zwischen 50 Prozent und 80 Prozent. Die Selbstentladung von einem Prozent pro Monat ist äußerst gering, allerdings stark temperaturabhängig. Lithium-Ionen-Akkus sollten alle drei bis vier Monate nachgeladen werden, um die Tiefentladung zu vermeiden. Erreicht eine Zelle eine Spannung unter zwei Volt kann sich die Zelle zerstören.

Bei der Entsorgung sollen die Akkus auf alle Fälle im Gerät verbleiben und vorsichtig in die dafür vorgesehenen Sammelbehälter bei der E-Altgeräte Sammelstelle (Abfallentsorgungsanlage in Meißner-Weidenhausen) gelegt werden.

Für Fragen rund um das Thema Elektroaltgeräte steht Die Umweltberaterin Gabriele Maxisch gern unter der Rufnummer 05651 302-4751 zur Verfügung.

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