29.07.10

Lampenproblematik im Schürzebergtunnel

Gemeinsame Presseerklärung des Werra-Meißner-Kreise und des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen Eschwege

Im Rahmen eines kurzfristig anberaumten Behördentermins konnten die Unstimmigkeiten zwischen der Straßenverkehrsbehörde des Werra-Meißner-Kreises und dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen Eschwege (ASV) ausgeräumt werden.

Wie der Leiter des ASV, Peter Wöbbeking, einräumte, war die Sperrung des Schürzebergtunnels am vergangenen Sonntag für die Veranstaltung Rad Total überzogen. „Wir hätten die Veranstaltung ohne Gefahr durchführen können, allerdings war meinem Mitarbeiter nicht im Detail der aktuelle Stand bekannt,“ so Wöbbeking. Seit März diesen Jahres liegt dem ASV ein entsprechendes wissenschaftliches Gutachten vor, aus dem hervorgeht, dass keine Gefährdung von den fehlerhaften Lampen ausgeht.

„Die Erkenntnisse aus diesem Gutachten wurden uns bisher leider nicht übermittelt, daher mussten wir von den bekannten Gründen aus dem Jahre 2009 ausgehen“, so Landrat Stefan Reuß

Es handelt sich um ein thermisches Problem der sogenannten Adaptionsbeleuchtung. Diese Lampen in den beiden Eingansbereichen des Tunnels sind derzeit ausgeschaltet, daher kann auch kein Risiko herabfallender Lampenteile wegen Überhitzung entstehen. „Es besteht keine Gefahr bei der Tunneldurchfahrt,“ stellt Wöbbeking ausdrücklich fest.

„Die Beschränkung der Geschwindigkeit auf 50 Km/h wird derzeit nicht aufgehoben, da durch das Ausschalten der Adaptionslampen eine eingeschränkte Ausleuchtung des Tunnels vorherrscht und daher dies eine Sicherheitsmaßnahme ist,“ so Landrat Stefan Reuß. „Wir werden aber – vor dem Hintergrund der neuen Erkenntnisse - die Sperrung für Motorräder und Cabrios umgehend aufheben“, so Reuß.

Der Austausch der Lampenteile erfolgt im September, im Rahmen der turnusmäßigen Tunnelwartung, danach soll auch die Geschwindigkeitsbeschränkung aufgehoben werden, so Wöbbeking und Reuß abschließend.

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