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Werra Meißner
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Offener Brief der Landräte des Werra-Meißner-Kreises, des Landkreises Göttingen und des Landkreises Eichsfeld zur geplanten Sperrung des Heidkopftunnel

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie von Ihrem Haus kürzlich angekündigt, werden am Heidkopftunnel auf der BAB 38 ab Juli dieses Jahres für die Dauer von 4 Monaten in beiden Fahrtrichtungen umfangreiche Modernisierungen vorgenommen. Hierzu sollte nach der ursprünglichen Planung die jeweilige Fahrtrichtung voll gesperrt und der Richtungsverkehr über die Bedarfsumleitungsstrecken geführt werden.

Auf der fachlichen Ebene haben die Straßenverkehrsbehörden bereits auf schwerwiegende Bedenken hinsichtlich dieser Umleitungsführung hingewiesen, insbesondere spielt an der Stelle der schlechte Bauwerkszustand einer betroffenen Bahnbrücke über die B 80 eine entscheidende Rolle.

Die Drei-Länder-Region Werra-Meißner-Kreis, Landkreis Eichsfeld und Landkreis Göttingen ist von dieser bedeutenden Sanierungsmaßnahme aufgrund der weiträumigen Umleitung und dem nicht unerheblichen LKW-Verkehr in starkem Maße betroffenen. Wir, die unterzeichnenden Landräte, sind informiert darüber, dass die planungserheblichen gravierenden Gesichtspunkte in einem ersten Austausch bereits kommuniziert worden sind und Gespräche auch mit den kommunalen Akteuren schon stattgefunden haben. Inzwischen wurde bereits zu einer Behördenbesprechung am 20. März 2019 nach Göttingen eingeladen, um, so hoffen wir, über von Ihnen bereits signalisierte Alternativen für eine Vollsperrung mit dem Ziel einer konsensualen Lösung zu beraten.

Die öffentliche Berichterstattung über dieses in seiner Auswirkung weitreichende Vorhaben und die hierzu geführten Diskussionen nehmen schon jetzt großen Raum ein. Wie die Erfahrungen der Vergangenheit belegen, stellen die Sperrungen des Heidkopftunnels aufgrund der massiven Überlastung der Umleitungsstrecken für die Region immer wieder ein sehr belastendes und deshalb bei den Betroffenen zu großem Unmut führendes Thema dar. Die zeitliche Platzierung der Sanierungsmaßnahme gerade am Beginn der Sommerferien in allen drei Bundesländern und somit zur Hauptreisezeit sei in dem Zusammenhang nur angesprochen.


Aus diesem Grunde wenden wir uns heute mit der eindringlichen Bitte an Sie, sich gemeinschaftlich mit den fachlich zu Beteiligenden konsequent für eine Lösung dieser Problematik einzusetzen, die gerade auch in Anbetracht weiterer zukünftiger Beeinträchtigungen in ihren Auswirkungen weniger drastisch und damit tragfähiger als eine Vollsperrung sein kann. Die in ersten Überlegungen angedachte Gegenverkehrslösung im Tunnelbereich oder auch die Schaffung temporärer Behelfszufahrtsrampen erscheinen uns hier als überaus sinnvolle alternative Vorschläge im Rahmen einer Prüfung weiterer verkehrsrechtlicher oder baulicher Maßnahmen, die geeignet sind, die extremen Belastungen während der notwendigen Sanierung zu minimieren.

Hierfür möchten wir uns heute im Interesse unserer Region und aller Betroffenen mit dieser gemeinsamen Bekundung aussprechen und die Planungsverantwortlichen eindringlich darin unterstützen, die in den schon gegebenen Signalen enthaltenen Vorschläge im Sinne einer positiven Strategie konsequent weiterzuverfolgen.

In der Hoffnung auf eine positive Entwicklung in diesem Sinne verbleiben  



Stefan G. Reuß                      Dr. Werner Henning                           Bernhard Reuter
      Landrat                                   Landrat                                          Landrat

 

 

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