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Werra Meißner
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Großes Interesse: Workshop zur „Sonnenstromoffensive im Werra-Meißner-Kreis“

Der von der Universität Kassel und dem Werra-Meißner-Kreis am 11. September 2019 in der VHS in Eschwege organisierte Workshop „Sonnenstrom-Offensive im Werra-Meißner-Kreis“ war mit knapp 50 Teilnehmern sehr gut besucht. In Vorträgen von Vertretern der Universität Kassel, der cdw-Stiftung aus Kassel und der Energieagentur Göttingen wurden mehrere Initiativen zur Photovoltaik vorgestellt. So z. B. die Möglichkeit für Kommunen und Organisationen, sich durch die Unterzeichnung einer Charta zur Energiewende zu bekennen oder die Überdachung von Parkplätzen mit PV-Anlagen. Durch diese erhitzt die Sonne im Sommer nicht die Fahrzeuge, sondern erzeugt auf großen Flächen klimaneutralen Strom.
In seiner Einleitung sprach der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann die Wichtigkeit der regenerativen Stromerzeugung, aber auch deren Vorteile an. „Die Nutzung von Sonnenstrom ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und darüber hinaus auch wirtschaftlich“, konstatierte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann.

Der Klimaschutzmanager des Werra-Meißner-Kreises, Holger Schülbe, präsentierte aktuelle Zahlen zur Photovoltaik im Kreis. Mittlerweile sind Anlagen mit einer Leistung von mehr als 70 MW installiert. Hiermit können durchschnittlich knapp 19.000 3-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden. Jedoch stagniert der Ausbau in den letzten Jahren. Zahlen von der Landesenergieagentur, welche mit dem für jeden zugänglichen Solarkataster Hessen (www.solarkataster.hessen.de) ermittelt wurden, zeigen jedoch noch ein sehr großes Potential für die Erzeugung von Sonnenstrom. Mit Unterstützung der cdw-Stiftung werden in den nächsten Jahren hauptsächlich auf Schulgebäuden zahlreiche zusätzliche PV-Anlagen gebaut, um einen hohen Anteil des Eigenbedarfs durch Sonnenstrom zu decken.

Zum Abschluss des Vortragsteils stellte Burkhard Scheld von der Bürgerenergie Werra-Meißner ein Pachtmodell für Privatleute, Gewerbetreibende und Kommunen vor, welche eine Anlage nicht selber realisieren wollen, aber über entsprechende Dachflächen verfügen. Hierbei baut und betreibt die Genossenschaft die PV-Anlage, der Eigentümer der Dachfläche pachtet die Anlage und nutzt im Gegenzug den erzeugten Strom zum Eigenverbrauch und profitiert von der Einspeisung.
Die Diskussionen im Workshop-Teil zeigten ein großes Interesse an dem Thema. So wurden viele interessante Ideen seitens der Teilnehmer eingebracht, aber auch auf offene Fragestellungen hingewiesen.

Als ein Ergebnis des Workshops wird demnächst ein Photovoltaik-Stammtisch für Interessierte ins Leben gerufen, um aktuelle Themen zur Sonnenstromnutzung zu diskutieren und die Fragen der Bevölkerung aufzugreifen. Der Stammtisch soll mehrmals im Jahr an verschiedenen Orten stattfinden. Am Anfang jeder Veranstaltung wird es einen Vortrag geben. Genauere Infos zu Ort und Zeitpunkt werden rechtzeitig veröffentlicht.
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