Die Selbsthilfekontaktstelle informiert: Osteoporose: Die unterschätzte Volkskrankheit – Selbsthilfegruppen geben Betroffenen Halt, Wissen und Zuversicht
Osteoporose betrifft Millionen Menschen – und doch fühlen sich viele Betroffene nach der Diagnose zunächst allein gelassen. Es ist eine Erkrankung, die mit steigendem Lebensalter zunimmt. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Der Grund dafür ist vor allem der weibliche Hormonhaushalt in und nach den Wechseljahren. Selbsthilfegruppen bieten hier einen wichtigen Anker: Sie schaffen Raum für Austausch, Information und gegenseitige Unterstützung.
„Als ich meine Diagnose bekam, wusste ich nicht, an wen ich mich wenden sollte“, berichtet eine Teilnehmerin der Osteoporose-Selbsthilfegruppe. „In der Gruppe habe ich gemerkt: Ich bin nicht allein, und meine Sorgen werden verstanden.“
Austausch auf Augenhöhe
In Selbsthilfegruppen treffen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen aufeinander. Sie sprechen über Therapien, Nebenwirkungen, Ängste und den Alltag mit der Erkrankung.
„Wir lernen voneinander“, sagt eine der Gruppengründerinnen. „Was dem einen hilft, kann auch für andere wertvoll sein – sei es ein Übungsprogramm, ein Arzt-Tipp oder einfach ein offenes Ohr.“
Wissen stärkt Selbstvertrauen
Ein zentrales Anliegen der Selbsthilfe ist Aufklärung. Bewegungseinheiten und Vorträge helfen Betroffenen, ihre Erkrankung besser zu verstehen.
„Je mehr ich über Osteoporose weiß, desto sicherer gehe ich damit um“, erklärt eine weitere Teilnehmerin, die sich auch ehrenamtlich engagiert. „Wissen nimmt die Angst und gibt mir das Gefühl, selbst etwas tun zu können.“
Mehr als nur Information
Neben medizinischen Themen spielt auch der soziale Aspekt eine große Rolle. Gemeinsame Aktivitäten fördern Bewegung und Lebensfreude – zwei wichtigeFaktoren für die Knochengesundheit.
„Lachen, Gespräche und gegenseitige Motivation sind genauso wichtig wie Medikamente“, betont die Leiterin der Selbsthilfegruppe. „Selbsthilfe bedeutet, gemeinsam stark zu sein.“
Fazit
Selbsthilfegruppen leisten einen unverzichtbaren Beitrag im Umgang mit Osteoporose. Sie geben Betroffenen nicht nur Informationen, sondern auch Mut, Orientierung und Gemeinschaft – und zeigen, dass ein aktives und selbstbestimmtes Leben trotz Osteoporose möglich ist.
Information
Im Werra-Meißner-Kreis gibt es eine Selbsthilfegruppe zum Thema Osteoporose, die neue TeilnehmerInnen herzlich einlädt, an den Gruppentreffen teilzunehmen.
Betroffene, die sich angesprochen fühlen, können sich gern bei den Mitarbeiterinnen der Selbsthilfekontaktstelle melden, um weitere Informationen zu bekommen.
Selbsthilfekontaktstelle Werra-Meißner
Anna Schmidt, Anja Fett, Britta Salewski, Ilka Römer-Gebhardt
Luisenstraße 23c
37269 Eschwege
Tel: 05651/ 302 25380
E-Mail: selbsthilfekontaktstelle@werra-meissner-kreis.de

