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Werra-Meißner-Kreis setzt erneut ein Zeichen für ME/CFS: Gebäude erstrahlen in blauem Licht

Bildunterschrift: Die Beleuchtung des Verwaltungszentrums des Werra-Meißner-Kreises und Landgrafenschlosses im Rahmen von #LightUpTheNight4ME setzt ein sichtbares Zeichen für Menschen mit ME/CFS.

Bildunterschrift: Die Beleuchtung des Verwaltungszentrums des Werra-Meißner-Kreises und Landgrafenschlosses im Rahmen von #LightUpTheNight4ME setzt ein sichtbares Zeichen für Menschen mit ME/CFS.

Bildunterschrift: Die Beleuchtung des Verwaltungszentrums des Werra-Meißner-Kreises und Landgrafenschlosses im Rahmen von #LightUpTheNight4ME setzt ein sichtbares Zeichen für Menschen mit ME/CFS.

Zum internationalen ME/CFS-Aktionstag am 12. Mai beteiligte sich der Werra-Meißner-Kreis auch in diesem Jahr an der weltweiten Initiative #LightUpTheNight4ME. In den Abendstunden wurden sowohl das Verwaltungszentrum als auch das Landgrafenschloss in Eschwege in der Awareness-Farbe Blau illuminiert, um auf die Situation von Menschen mit Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) aufmerksam zu machen.

ME/CFS ist eine komplexe, chronische Multisystemerkrankung, die unter anderem durch die sogenannte postexertionelle Malaise (PEM) gekennzeichnet ist – eine schwere Zustandsverschlechterung nach geringer körperlicher oder geistiger Belastung. Viele Betroffene sind in ihrem Alltag stark eingeschränkt oder sogar dauerhaft bettlägerig. In Deutschland sind laut der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS mittlerweile rund 650.000 Menschen an ME/CFS erkrankt. 

Mit Blick auf die steigende Zahl an Betroffenen wird der Bedarf an Forschung und medizinischer Versorgung zunehmend deutlich. In diesem Zusammenhang ist die vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt am 13.11.2025 angekündigte „Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen“ zu begrüßen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren sollen insgesamt 500 Millionen Euro in die Erforschung von ME/CFS investiert werden. Damit rückt die Entwicklung wirksamer Therapien und möglicher Heilungsansätze ein großes Stück näher. 

„Für viele Betroffene bedeutet ME/CFS ein Leben im Verborgenen – oft ohne ausreichende medizinische Unterstützung oder gesellschaftliche Wahrnehmung. Die angekündigte Forschungsinitiative gibt Hoffnung. Umso wichtiger ist es, dass wir auch vor Ort ein Zeichen setzen und den Erkrankten zeigen: Sie werden gesehen“, betont Landrätin Nicole Rathgeber.

Auch regionale Institutionen beteiligen sich an der Aktion: So wird die Sparkasse Werra-Meißner ihr Gebäude ebenfalls in blauem Licht erstrahlen lassen. „Ich freue mich sehr, dass auch die Sparkasse Werra-Meißner als wichtiges regionales Institut ein sichtbares Zeichen setzt. Dieses gemeinsame Engagement zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und Aufmerksamkeit für die Belange der Betroffenen sind“, so Rathgeber in ihrer Funktion als Verwaltungsratsvorsitzende.

Im Umfeld des Aktionstages haben zudem bundesweit Demonstrationen der Initiative #LiegendDemo stattgefunden, die auf die Situation von ME/CFS-Erkrankten aufmerksam gemacht haben und mehr politische sowie gesellschaftliche Unterstützung eingefordert haben. Mit der Beleuchtungsaktion reiht sich der Werra-Meißner-Kreis erneut in eine internationale Bewegung ein, die Betroffenen eine Stimme gibt und auf eine Erkrankung aufmerksam macht, die noch immer zu wenig im öffentlichen Bewusstsein verankert ist. Im Werra-Meißner-Kreis können Betroffene Unterstützung bei der Selbsthilfegruppe für Menschen mit Post-COVID & ME/CFS erhalten. 

Die Umsetzung der Beleuchtung am Verwaltungsgebäude und dem Landgrafenschloss erfolgte durch Mario Borschel von Hessensound, der die technische Realisierung sowie die Bereitstellung der Leuchtmittel im Rahmen eines Sponsorings übernommen hat. Dieses Engagement verdient besondere Anerkennung, da es zur Sichtbarkeit der Aktion im Werra-Meißner-Kreis beigetragen hat. 

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